Liebe Freunde
wir leben in der Zeit der allmächtigen Herrschaft der elektronischen Medien. Immer genauere Systeme für Klang- und Bildaufnahme bringen viele Leute zur Frage: ist direkter Empfang der Kunst sinnvoll, wenn ohne Haus zu verlassen wir eine Fernbedienung, MP3 oder DVD greifen können, um sich an „kristalklarer Qualität des Klanges“ zu ergötzen.
Im Suchen nach der Antwort hilft uns immer aktuelle und tief humanistische Wahrheit, dass Grundziel vom allen Schaffen ein Bedürfnis nach Verständnis für menschliche Natur in Anlehnung am Kontakt mit einem anderen Menschen - dem Empfänger immer war und so bleibt. Kann eine Maschine, sogar eine der besten, ein Vermittler bei so delikater Mission sein, kann sie menschliche Leidenschaften fühlen, kann sie leiden, glauben oder lieben?
Die wahre Kunst ist immer eine Quelle der Kraft, Schönheit und Klugheit, die wir von hervorragenden Künstlern bekommen. Deshalb wünsche ich aus ganzem Herzen allen Freunden, die uns besuchen, dass Sie durch unsere Konzerte immer besser, mutiger, kräftiger und voll von Harmonie und Lebensfreude werden.
Generaldirektor
Andrzej Oryl
Mykola Diadiura
Geboren In Kiev, wo er das Staatliche Konservatorium bei Prof. Roman Kofman abgeschlossen hat. Seine internationale
Karriere begann in 1987 als er den Sonderpreis des Japanischen Komponistenvereines auf dem Internationalen
Komponistenwettbewerb in Tokio gewann. Nach dem Wettbewerb wurde er von Seiji Ozava zum Stipendium in USA eingeladen und
studierte bei Seiji Ozava, Leonard Bernstein und Andre Prewin. In 1988 erhielt er den Preis auf dem Internationalen
Dirigentenwettbewerb in Budapest.
In Jahren 1986-1988 war Mykola Diadiura Chefdirigent von dem Sinfonischen Orchester der Philharmonie in Omsk und dann
1989-1996 Chefdirigent von dem Seul Sinfonischen Orchester und dem Kwang Dju Sinfonischen Orchester (Sued Korea). Seit
1988 ist er Dirigent der Nationalen Oper in der Ukraine und seit 1996 Chefdirigent von dem Sinfonischen Orchester der
Nationalen Philharmonie in der Ukraine.
In der Nationalen Philharmonie der Ukraine initierte er monographische Konzertreihe u.a. "Alle Sinfonien von
Beethoven" und "Alle Sinfonien und Konzerte von Brahms" (zum 170. Geburtstag des Komponisten). Als erster in der Ukraine
dirigierte er Werke von Berlioz: "Romeo und Julie", "Requiem" und "Te Deum" sowie Kroenungsmesse von G. Paisiello. In
2003 begann er mit Sonderreihen der Auffuehrungen: "Sinfonien der 20. Jh" (2003/2004) und "Robert Schumann und Musiker
seiner Zeiten" (2004/2005). Diadiura ist auch Dirigent und Produzent von vielen Oper - und Theaterprojekten, die auf
nationalen Buehnen der Ukraine aufgefuehrt werden.
Als Gastdirigent hatte er Konzerte in Polen, Russland, Italien, Sued Korea und Japan. Mit dem Sinfonischen Orchester
der National Philharmonie der Ukraine hatte er Konzerttournee in Oesterreich, Deutschland, Frankreich, Spanien, Japan,
Polen, in der Schweiz und der Turkei. Er war auch Gastdirigent auf mehreren internationalen Festivalen in der Ukraine
u.a.: Kiev Musikfestival, Musikpremieren der Neuen Saison, "Vladimir Krajnev laedt ein…" und im Ausland: St. Maximin
Festival (Frankreich), La Chaise-Dieu (Frankreich), Hector Berlioz Festival in La Cote-Saint-Andre (Frankreich),
Bleckede Festival (Deutschland), Wroclaw Festival und Kulturtage der Ukraine in der Schweiz.
In 1998 erhielt er den Titel "Des Verdienten fuer die Ukrainische Kultur", in 2003 den staatlichen "Verdienstorden
der III. Klasse" und in 2005 von der franzoesischen Regierung "Kavalier der Kunst und Literatur".
Seit September 2009 ist Mykola Diadiura Chefdirigent der Szczecin Philharmonie.